Ist alles gepackt und früh morgens nichts vergessen? Wer weiß, was den Entdeckern im Lauf des Tages alles begegnet. Zumindest wartet bereits das Zelt im Haus auf Übernachtungsgäste, damit es morgen gleich ganz früh auf die Piste gehen kann. „Löwi“ bewacht die Drei heute Nacht, wie man sieht.

Heute abend allerdings haben wir einen lieben Freund wiederentdeckt: Paprika ist wieder bei uns, Lillis Papagei von der letzten Tour in der Heide. Der feierte das Wiedersehen allerdings unfreiwillig mit einem Bad im (frisch geputzten) Klo. „Jetzt geht’s rund“ sprach der Papagei und flog in die Waschmaschine. Allerdings im Schnellprogramm, so dass Lilli ihn schnell wieder in die Arme schließen konnte. Nun ist Matratzenhorchdienst angesagt …




Der frühe Vogel fängt den Wurm. Paprika weiß das auch und sitzt mitten im Nest, fertig zum Abflug. Wie immer ist’s im Flieger eng und so kuscheln alle auf Stella herum.
In Hamburg wurde erst mal der Elbtunnel gewürdigt, mit zugehörigem kleinen Stau. Hinter Hamburg wandelte sich die Kuschelrunde allmählich in einen lebhaften Affenstall, der die morgendliche Fütterung brauchte …


Herzhaft oder süß, ganz nach Wahl – für die Mädels auch beides. Und Wir? Natürlich ein leckeres Matjesbrötchen um den Norden zu begrüßen.
An der Grenze wurden wir vom Grenzbeamten nicht mal angesehen, 10 km später kam die Frage von Stella: „Wann sind wir endlich in Dänemark?“ Dann stellten wir fest, was alles anders hier ist. „Guck mal – die Pferde, die haben so blaues Fell!“ Stella: „Opa! Mensch, das sind Pferdedecken!!“
Auch konnten Witze die Fahrtzeit perfekt verkürzen (auch wenn der Groschen manchmal noch pfennigweise fällt, smile). „Ich habe gestern 2 Biber bein Essen beobachtet. Es gab Steg!“ Lange Pause. Dann Stella: „Das geht nicht.“ Nachdenken, dann: „Ach so – die essen ja Holz!“
Aber ist auch eine Kostprobe für einen sofortigen Lacher gefällig? „Ich glaube, die Ampel ist in mich verliebt! Sie wird immer so rot, wenn ich vorbei komme!“
Dann wurde Lichtspiegelungen auf der Straße entdeckt, was Anlass zu Reflexionen (Achtung Wortwitz) gab: „Guck, cool, eine Fata Morgana!“ „Nee, Wärme!“

Übrigens: „Was fährt da vor euch?“ Felix wie aus der Pistole geschossen: „Ein Mähdrescher!“ Stella korrigiert: „Ein Kackewegräumer!“ Wer hatte Recht? 😉
Dann nahm die Ankunft alle gefangen. Wo ist das Haus? Dürfen wir schon laufen? Die letzten 500 m wurden zu Fuß zurückgelegt, dem Weg zu den Dünen nach. „Das ist aber groß! Dürfen wir an den Strand?“ Nach der langen Fahrt wurden die 100 m zum Dünenübergang im Galopp zurückgelegt, ab ins sonnige Sand-, Strand- und Muschelparadies, wo es Steine, Sepiaschalen und salzwassergespülte Stöcke zu sammeln gab.







Es wurde kühl und wir wanderten mit Schätzen beladen wieder zum nahen temporären Heim, das nun erst richtig bezogen wurde. Betten beziehen, Koffer ausladen und ab ins sonnige Outdoor. Als sich der Hunger meldete, gab es Popcorn als Vorspeise. Dann entschieden wir auf Kartoffeln mit Quark, Rührei und Wackelpudding, rot, von Chef Lilli.
Alle lernten das Geheimnis eines guten Rühreis von Opa kennen: „Aber bitte mit Sahne!“ Stella steuerte als Kellnerin einen professionell gedeckten Tisch bei und alle bemühten sich – mit Rücksicht aufs Personal 😀 – sogar sehr sauber zu essen. Dann war noch eine Runde Spielen und draußen toben angesagt, die Kalorien mussten ja schließlich verbraucht werden.
Felix hat einen guten Fußball entdeckt, der gerade programmgemäß immer wieder in den Hundsrosen des Nachbarn landet.
Als es kühler wurde verzogen sich unsere Drei von allein nach drinnen. Müdigkeit ließ kein entspanntes Spiel mehr zu und so haben wir listig die Leserunde eingeführt.
Stella sprang sofort drauf an und hatte sich samt Pumawandler Band ruckzuck ins Bett verzogen. Felix zog eine leichte Schnute: „Ich mag kein Lesen!“, ließ sich aber doch drauf ein im Wohnzimmer in unserer Nähe (und Aufsicht LOL) die Drei ??? in der Bundesliga zur Hand zu nehmen. Ich habe ihn sogar kichern hören …
Lilli hat den Vorleseabend mit Kokosnuss an meiner Seite eingerollt genossen und wollte ins Bett getragen werden. Stella schaute aus dem Kinderzimmerhochbett von ihrem Buch auf und fragte: „Oma, was is das denn für ne komische Überschrift in Kapitel 9: Zoof im Gran Canone“? Ich habe ihr versprochen morgen gemeinsam die Bilder vom Gran Canyon einmal anzuschauen und ihr das Wort „Zoff“ erklärt, dass sie erfreulicherweise noch nicht kannte 🙂.
Nun reisen sie nach einer Zahnputzrunde ins Schlummerland im Hochbettparadies. Die Hefe für das Brot morgen gärt, die Listen zum Einkauf sind in Joint Venture von Felix und Stella klar gemacht, der Sonnenuntergang ist über den Dünen ein Traum – Prost!


